Arbeit mit mehreren Networks?

Immer wieder stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, mit mehreren Networks zu arbeiten, ob man sich damit nur unnötig verzetteln würde oder es vielleicht sogar schädlich wäre.

Nun, die Entscheidung kann im Einzelfall durchaus Sinn machen, nämlich wenn ein Networker vor allem auf Verkauf setzen und seinen Kunden eine möglichst attraktive Produktpalette bieten möchte. Hier können auch Synergieeffekte entstehen, die dem Absatz auch mehrerer Produktlinien förderlich sein können. Der Kunde sieht es mit Sicherheit nicht negativ, wenn ihm Waren mehrerer Anbieter aus einer Hand zugänglich werden.

Gegenwind kommt meist aus Networkerkreisen, wo es von mangelnder Loyalität über Bauchladen-Vorwurf bis zur Abrede unternehmerischer Fähigkeiten so manchen Vorwurf zu hören gibt. Vielen Networkunternehmen ist es mittlerweile nicht mehr so unangenehm wie in früheren Jahren, wenn eigene Vertriebspartner auch andere Produktlinien vertreiben.

Wichtig ist, dass die Entscheidung Sinn macht und nicht die eigenen Möglichkeiten beschneidet!

Möchte ein Networker nämlich nicht nur auf Verkauf setzen, sondern hat das Ziel, eine umsatzstarke eigene Vertriebsorganisation aufzubauen, liegt der Fall schon ganz anders. Hier würde man sich tatsächlich verzetteln und könnte nicht sein komplettes Engagement auf den Aufbau dieser Organisation verwenden. Jeder Mensch hat nur 100% Arbeitskraft und wer 20% für andere Aufgaben nutzt, hat für das Hauptziel nur noch 80% übrig. Das sollte man bei seiner Entscheidung unbedingt bedenken.

Stellen wir uns nun als Beispiel mal einen Einsteiger vor, der schon gern eine eigene Organisation aufbauen möchte, sich aber noch nicht sicher ist, mit welchem Network er das am besten realisieren könnte. Auch hier spricht nichts dagegen, mit mehreren Networks parallel zu arbeiten, diese ganz einfach von innen „by doing“ zu testen. Das ist sogar eine durchaus vernünftige Vorgehensweise, denn es kann sehr viel wertvolle Zeit sparen und am Ende bleibt das Geschäft übrig, mit dem man selbst sich am wohlsten fühlt, und zwar aus eigener Erfahrung, was auch ein wichtiger Punkt ist.

Manche Networker bauen sich auch bewusst für den Fall eines Trendwechsels oder Umsatzeinbrüchen im Kerngeschäft ein zweites Network-Standbein auf. Ob dies wirklich ein gangbarer Weg ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, denn in jedem Fall gehen hier Resourcen für das Kerngeschäft verloren. Wer hier also einen vermeintlich besonders sicheren Weg bevorzugt, sollte sein Kerngeschäft bereits auf sicherem Fundament stabil stehen haben, damit das Kerngeschäft nicht darunter leidet.

Wer sich allerdings schon nach gründlicher Prüfung zu 100% sicher ist, mit welchem Network er sich seine Organisation aufbauen möchte, der sollte sich schon entscheiden, um sich im Geschäft seines Vertrauens und seiner Wahl zu 100% zu engagieren.

© 12.2007 by Norbert Warnke

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Ein Gedanke zu „Arbeit mit mehreren Networks?

  1. Simone Warnke

    In der heutigen Zeit schießen so viele neue Network Unternehmen wie Pilze aus dem Boden, dass meines erachten Neulinge die Wahl der Qual haben und auch nicht so recht wissen wo sie nun einsteigen sollen, weil versprochen wird von den Anwerber viel und meist zu viel.

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