Mit der Downline werden Konkurrenten ausgebildet?

Ebenfalls ein oft gehörtes Vorurteil ist, dass sich Networker selbst Konkurrenten schaffen, die dann dem Sponsor Marktanteile wegnehmen könnten.

In der „normalen“ Wirtschaft mag es auch durchaus so sein, dass man sich vielleicht als einziger Fernsehtechniker im Viertel Konkurrenten heranzieht, wenn man ausbildet, der Lehrling später seinen Meister macht und sich womöglich in der gleichen Strasse mit seinem Laden niederlässt und so dem Ausbilder schliesslich Kunden wegnimmt.

Im MLM verhält es sich jedoch völlig anders, denn der neue „Meister“ hat kein Ladengeschäft, das jeder sehen könnte. Er arbeitet im Empfehlungsmarketing in einem völlig anderen Umfeld als der „Lehrling“, er bringt der Struktur des „Meisters“ (seines Sponsors) konkret höhere Gesamtumsätze und nicht nur sich selbst, sondern auch dem Sponsor Vorteile, denn nicht nur der Marktanteil des neuen Networkers baut sich auf, sondern der des Sponsors wächst gleich mit.

Der neue Partner nimmt dem Sponsor also gar keinen Marktanteil weg, wenn er völlig andere Menschen kennt. Er bringt seiner Struktur einen höheren Gesamtumsatz, lässt die Bonusstufe des Sponsors mit steigen und bringt ihm konkret Boni.

MLM basiert aufgrund vieler Besonderheiten auf einer völlig anderen Logik als der normale Einzelhandel oder Direktvertrieb. Die Voraussetzungen sind völlig anders, also müssen es folglich auch die Arbeitsweisen sein.

Um nun aber dennoch ein Beispiel aus dem „klassischen“ Handel zu nutzen, kann man die Anwerbung eines neuen Networkers am ehesten mit der Eröffnung einer eigenen Filiale vergleichen, die keine Kunden kostet, sondern zusätzliche Umsätze bringt. Das ist selbstverständlich auch der Sinn der Sache.

© 12.2007 by Norbert Warnke

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